Wie funktioniert eine Infrarotheizung?

Im Folgenden Artikel werden wir Ihnen alles Wissenswerte über den Aufbau und die Funktionsweise von Infrarotheizungen zusammentragen, was Sie wissen müssen. Die gesammelten Informationen haben uns und vielen anderen dabei geholfen herauszufinden, ob eine Infrarotheizung für die persönlichen Bedürfnisse infrage kommt. Wir beginnen direkt mit der Funktionsweise und den grundlegenden Unterschieden zu anderen Heizarten.

Mit welcher Technik wärmen Infrarotheizungen?

thermometerDie Funktionsweise einer Infrarotheizung lässt sich am besten am Beispiel der Sonne erklären, denn diese ist selbst der größte Erzeuger von Infrarotstrahlung. Man unterteilt in 3 Arten von Infrarotstrahlungen: kurzwellige Infrarot A Strahlung, kurzwellige Infrarot B Strahlung und langwellige Infrarot C Strahlung, wobei Infrarotheizungen mit Letzterer arbeiten. Nimmt man nun z.B. das Meer, welches durch die Infrarotstrahlen der Sonne erwärmt wird, kann man die Heiztechnik einer Infrarotheizung sehr einfach erklären. Alleine durch die Umgebungsluft könnte sich das Wasser nicht erwärmen und ebenso werden durch Infrarotheizungen gezielt Umgebungsflächen an Stelle von Luftmasse erwärmt.

Wie schnell heizt eine Infrarotheizung?

Im Gegensatz zu Infrarotheizstrahlern, welche auf Knopfdruck sofort erwärmen, benötigt eine Infrarotheizung ca. 15 Minuten Vorlaufzeit, um warmzuwerden. Die genaue Aufwärmzeit hängt von der Art der Heizung ab. Hierbei unterscheidet man zwischen:

  • Natursteinheizungen
  • Glasheizungen
  • Keramikheizungen
  • Spiegelheizungen
  • Infrarotheizungen aus Metall

>> In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die Frage: Wie heiß wird eine Infrarotheizung?

Was ist der Unterschied zu Konvektionsheizungen?

Für gewöhnlich nutzt man fossile Brennstoffe wie Gas, Öl, Kohle oder auch Strom, um die umgebende Luft zu erwärmen. Das heißt, es entsteht eine ständige Zirkulation der Luft im Raum, bei welcher die warme Luft aufsteigt und die kalte Luft herabsinkt. Bei einer Infrarotheizung hingegen spricht man von Strahlungswärme, bei welcher Personen, Wände und Einrichtungsgegenstände gezielt erwärmt werden. Umgebungsflächen wie Wände und Boden geben die Wärme anschließend an den Raum ab.

Besonders positive Vorteile gegenüber einer Konvektionsheizung

Konvektionsheizungen haben einen deutlichen Energieverlust und führen durch das Erwärmen der Luft zu Staubaufwirbelungen, trockener Raumluft und begünstigen die Entstehung von Schimmel. Insgesamt entsteht so ein eher schlechtes Raumklima. Da diese negativen Merkmale bei Nutzung einer Infrarotheizung entfallen, sorgen diese für ein angenehmes Raumklima und sind besonders gut für Allergiker und Asthmatiker geeignet.

Unterschiede zusammengefasst

Konvektionsheizungen:

  • erwärmen die Raumluft
  • Wärmeträger ist die Luft
  • Entstehung von Temperaturdifferenzen (kalte Füße, warmer Kopf)
  • trockenes Raumklima
  • Staubaufwirbelungen
  • begünstigt Schimmelbildung

Infrarotheizungen:

  • gesamte Raumhülle (Wand, Boden, Decke) wird erwärmt
  • Objekte/Personen/Tiere werden gezielt erwärmt
  • angenehmes Raumklima
  • Allergiker- und Asthmatikerfreundlich

Wie gefährlich sind Infrarotheizungen?

Infrarotheizungen erzeugen ebenso wie die Sonne C-Strahlung, welche wohltuend für den Körper und gut für das Immunsystem ist. Wenn man ein paar wenige Kaufkriterien beachtet, auf welche wir später genauer eingehen, geht auch vom Gerät selbst keine Gefahr aus. Die Oberflächentemperatur beträgt etwa 95 °C und verursacht bei kurzen Berührungen keine Verbrennungen. Mit entsprechender TÜV-Zertifizierung ist das Gerät auf Sicherheit geprüft, zusätzlich schützen Sensoren vor Überhitzung und Unfällen durch kippende bzw. fallende Heizungen. Lässt man sich vor dem Kauf gut beraten und geht immer sorgsam damit um, geht von einem Infrarotstrahler also keine Gefahr aus.

>> Wie sicher bzw. gefährlich sind Infrarotheizungen?

Wo kommen Infrarotheizungen zum Einsatz?

In Wohnungen und Privathäusern kommen Infrarothäusern eher in Form von Wohnaccessoires als zuschaltbare Wärmequellen zum Einsatz. Als alleinige Heizquelle (wie eine Öl- oder Gasheizung) sind Infrarotheizungen in Deutschland nicht zugelassen. Die einzige Ausnahme bilden hier neugebaute Niedrig-Energie und Passivhäuser. Als zuschaltbare Wärmequelle zum selektiven Erwärmen einzelner Räume finden sich Infrarotheizungen vor allem als Wohnaccessoire, wie z.B.:

  • Als Spiegel im Badezimmer
  • Als Kreidetafel in der Küche
  • Als dekorative Steintafel oder Bild im Wohnbereich
  • Als universelles Deckenheizelement

Zudem werden Infrarotheizungen gerne zum Heizen von Hobbyräume und Werkstätten sowie für Balkons und Terrassen genutzt.

Was kostet eine Infrarotheizung in Anschaffung und Unterhalt?

GeldIn der Anschaffung gelten Infrarotheizungen als sehr erschwinglich. 200 Watt Geräte erhalten Sie schon ab 100,00 EUR, 300 Watt Geräte ab 250,00 EUR und 400 Watt Geräte ab 350,00 EUR. Für Infrarotheizungen mit einer Leistung von 600 bis 800 Watt müssen Sie mit einem Preis ab 400,00 EUR rechnen und besonders Leistungsstarke Geräte mit 1000 bis 1500 Watt erhalten Sie ab ca. 600,00 EUR. Diese groben Richtwerte stellen jedoch ausschließlich die Anschaffungskosten dar und sollten den Verbrauch der Geräte nicht zu schnell in den Schatten rücken. Der genaue Verbrauch lässt sich nur schwer errechnen, da er von zu vielen Faktoren abhängt. Grundsätzlich haben Infrarotheizungen aber einen ähnlichen Verbrauch wie beispielsweise ein Bügeleisen, ein Föhn oder ein Staubsauger, nur dass die Heizung eben nicht nur wenige Minuten in Benutzung ist. Um die Verbrauchskosten sowie die Ökobilanz einer Infrarotheizung zu optimieren, gilt Ökostrom aus eigener Photovoltaikanlage oder auch Ökostrom direkt vom Energieversorger als eine gute Kombination.

Was muss ich beim Kauf einer Infrarotheizung beachten?

Ob und welche Art von Infrarotheizung mit wie viel Watt für Ihre Bedürfnisse geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Größe der zu beheizenden Räume, der Anzahl und Bauweise der Fenster, spielt z.B. auch das Material der Außenmauern eine große Rolle. Lassen Sie sich hierfür am besten professionell beraten und finden Sie so das für Sie passende Gerät, ohne in irgendeiner Form unnütze Abstriche zu machen. Beim Gerät selbst sollten Sie dringend auf TÜV-Zertifikation sowie Sicherheitssiegel achten. Paneele sollten über Sensoren zum Schutz vor Überhitzung verfügen und Standgeräte sollten dringend mit einer Abschaltautomatik bzw. einem Kippschutz ausgestattet sein.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich Infrarotheizung am Vorbild der Sonne orientieren und statt der Umgebungsluft gezielt Objekte, Personen und die Raumhülle erwärmen. Sie sorgen für ein sehr angenehmes Raumklima und vermeiden Staubaufwirbelungen, trockene Raumluft und Schimmelbildung, welche vor allem bei Konfektionsheizungen auftreten. Infrarotheizungen kommen eher als zuschaltbare Wärmequellen zum Einsatz und sind in Deutschland nicht als alleinige Heizquelle für ein ganzes Haus oder eine ganze Wohnung freigegeben. Beim Kauf müssen diverse Kriterien beachtet werden, um das passende Gerät zu finden, hierfür empfiehlt sich dringend eine von Profis durchgeführte Beratung. Wichtig ist der Blick auf die Sicherheitsausstattung. In der Anschaffung gelten Infrarotheizungen als erschwinglich, allerdings sollte der Stromverbrauch nicht in Vergessenheit geraten.

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